Schwarze Punkte in Silikonfugen oder an der Decke über der Dusche sind ein Warnsignal. Wer Schimmel im Bad entfernen möchte, sollte zügig handeln, denn Sporen können die Atemwege reizen und Allergien begünstigen. Kleine Stellen bekommen Sie selbst in den Griff, bei größeren Flächen ist professionelle Hilfe die bessere Wahl.
Schimmel im Bad entfernen: geeignete Mittel
Für glatte Flächen wie Fliesen eignet sich hochprozentiger Alkohol, etwa Ethanol aus der Apotheke. Er tötet Schimmel ab und verdunstet rückstandsfrei. Chlorhaltige Schimmelentferner wirken stark, bleichen aber und reizen die Schleimhäute. Essig ist ungeeignet: Er greift Kalk in Zementfugen an und wirkt gegen Schimmel nur unzuverlässig.
- Tragen Sie Handschuhe, eine Schutzbrille und bei Sprays eine Atemschutzmaske.
- Lüften Sie während und nach der Behandlung gründlich.
- Mischen Sie Chlorreiniger niemals mit sauren Mitteln wie Essig oder Entkalker, dabei können giftige Gase entstehen.
- Wischen Sie mit Einwegtüchern und entsorgen Sie diese direkt im Hausmüll.
Silikon, Fugen und wann Fachleute gefragt sind
Hat sich der Schimmel tief ins Silikon gefressen, hilft meist nur der Austausch. Schneiden Sie die alte Fuge heraus, reinigen und trocknen Sie den Untergrund gründlich und ziehen Sie neues Sanitärsilikon mit Fungizidzusatz. Ist die befallene Fläche größer als etwa ein halber Quadratmeter, kehrt der Befall immer wieder zurück oder sitzt er im Putz, sollten Sie Fachleute hinzuziehen. Dann steckt oft ein bauliches Problem dahinter, etwa eine Wärmebrücke oder eindringende Feuchtigkeit. In Mietwohnungen informieren Sie zudem den Vermieter.
Unser Tipp: Ziehen Sie nach jedem Duschen Fliesen und Glas mit einem Abzieher ab und lüften Sie stoßweise. Hängen Sie feuchte Handtücher möglichst außerhalb des Bades auf. Weniger Feuchtigkeit ist der wirksamste Schutz, damit der Schimmel gar nicht erst zurückkehrt. Ein Hygrometer zeigt Ihnen, ob die Luftfeuchtigkeit nach dem Lüften wieder sinkt.
